Alles geht, nichts bleibt

Sonntag, 28. April 2013


Zumindest fast.

Hallo ihr Lieben!
Den heutigen Post schreibe ich mit gemischten Gefühlen. Den Tag mussten wir leider in unserer Wohnung verbingen, und das, obwohl draußen strahlend blauer Himmel und Sonnenschein war.
Ben hat seit gestern Abend durchgehend Fieber. Ich denke es kommt vom Zahnen, am Freitag habe ich nämlich ganz überrascht seinen ersten kleinen Beißer ertastet.
Und da kommen wir auch schon zu meinen, im Bezug auf das Zahnthema, gemischten Gefühlen.

Ich bin wahnsinnig stolz auf meinen kleinen Mann, dass er den Durchbruch des ersten Zahnes so toll über sich ergehen lassen hat. Und es ist natürlich schön zu sehen, wie prächtig er sich entwickelt.
Für mich bedeutet so ein Fortschritt aber auch immer ein Stückchen "ihn gehen lassen".
Das hört sich jetzt vielleicht doof an aber mit jedem Schritt Entwicklung wird er selbstständiger und ist weniger auf mich angewiesen.
Ich trauere auch immer ein bisschen der Zeit hinterher, denn alles, was einmal vergangen ist, kommt nie wieder. Niemals.
Vor ein paar Tagen konnte Ben noch auf meinem Finger rumkauen und es hat sich alles weich und babyhaft angefühlt. Dieses Gefühl, das ich dabei hatte, werde ich nie wieder haben. Ab jetzt ragt da vorne aus seinem rosa Zahnfleisch eine kleine weiße Spitze und die Nächsten werden nicht lange auf sich warten lassen. Manche werden jetzt sagen, dass das Empfinden albern ist und ich mich freuen soll, dass er sich so toll entwickelt. Und das ist natürlich auch so. Aber ich habe das Gefühl, dass manche Erinnerungen sehr schnell verblassen, da immer so viele neue schöne Eindrücke auf einen einwirken. So kann ich mich zum Beispiel kaum noch daran erinnern, wie es war, meinen kleinen Wurm in den ersten Wochen im Arm zu halten. Ich kann mich nicht mehr gut erinnern, wie leicht er war, wie er gerochen hat und wie er sich anfühlte. Ich möchte am liebsten jede Erinnerung, jeden einzelnen Tag in mich aufsaugen und abspeichern, sodass sie jederzeit abrufbar sind. Aber leider funktioniert das nicht.
Deswegen die gemischten Gefühle.

Geht es euch auch so mit den Fortschritten eurer Kleinen? Ich wäre froh, wenn ich ein paar Meinungen, Geschichten und Erfahrungen dazu lesen kann! Hinterlasst mir doch einen Kommentar!

Um den Post etwas aufzuheitern gibt es noch einen kleinen Auszug aus meinem Instagram-Album! :-)





Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag Abend!

Kommentare:

» cerezah hat gesagt…

Der ist so süß der Kleine.
Auch wenn ich es, ehrlicherweise, nicht so mit Kindern habe, verstehe ich dich mit deinem 'loslass' Gefühl :)
lg,
Mary

Jana hat gesagt…

Auch wenn ich selbst nicht annähernd in deiner Situation stecke ;) ich kann die Gefühle sehr gut verstehen vorallem gerade wenn's um das wohl wichtigste und schönste Erlebnis im Leben geht- da will man einfach nicht gehen lassen :)
Auf jeden Fall habt ihr da einen kleinen, strahlenden Herzensbrecher :)

Tanz Ballerina hat gesagt…

Huhu. :)

Du schreibst mir aus der Seele. Ich werde auch immer Sentimantal wenn mein Herzbube (9 Monate) plötzlich etwas neues kann oder ich mitbekomm wie er sich verändert.
Mein Kleiner ist aber auch sehr...gemütlich und brauch einfach etwas länger mit zb. Krabbeln (er robbt eher noch) oder sich an Gegenständen hochziehen. Ich kenn viele Mädchen in Tonis Alter die schon weitaus mehr können. Nur man sagt ja das Männer allgemein etwas länger brauchen, was die Entwicklung angeht. ;)Zwingen tu ich ihn natürlich nicht und so genieß ich noch etwas länger sein "Baby sein". :D

Das (für mich) schlimmste ist das die Erinnerung von der Geburt immer blasser wird und ich erinnere mich so gern daran. Es war so ein prägendes Erlebnis... Meine Schwangerschaft war dagegen grauenvoll aber jetzt vermisse ich meinen Bauch und die Bewegungen. Ich streichel ihn sogar immer noch (unbewusst). Ich freue mich schon jetzt wenn in ein paar Jahren Kind 2.0 unterwegs sein wird. Zumindestens im Idealfall...

Viele Grüße Jana



Kamerakind hat gesagt…

Ich kann dich so verstehen!
Bin zwar leider noch keine Mami, aber Erzieherin und das bei Kindern unter drei und früher sogar in der Krippe.
Ich bin nicht mal die Mama, aber gerade in meiner Krippenzeit war es so gigantisch, die Würmchen kamen mit 6 Monaten, komplett auf dich angewiesen, kuscheln, Fläschchen, im Arm einschlafen (so wunderschön...) und schwupp krabbeln sie und schwupp winken sie dir vom Klettergerüst... toll und traurig weil die Momente nur wieder kommen und man nie weiß wann es zum letzten mal ist. Aber auch unheimlich toll! Wie das erst bei eigenen Kindern ist mag ich mir gar nicht ausmalen.
Ich bin nicht mehr in der Krippe weil ich umgezogen bin und nach 6 Monaten habe ich "meine Babys" besucht und es war so krass, ich musste so weinen, sie waren so groß und so toll und das schönste war als eine Zweijährige die mich ein halbes Jahr nicht gesehen hat verschlafen aus dem Schlafraum kommt, mich sieht mir auf den Arm springt und dabei Hanna brüllt :)
Und dann fragt sie später "Jetzt bleibst du hier?" Und als ich sie zuvor gesehen hab hat sie nur einzelne Worte gesprochen.
Aber es war so unheimlich traurig, hab es seitdem nicht mehr übers Herz gebracht hinzugehen, obwohl es auch wunderschön war.
Sorry für den Roman, bin grad irgendwie so in Erinnerunfen geschwelgt und leicht vom Thema angekommen ;)

www.kamerakind.blogspot.de

Khanysha hat gesagt…

Was für zuckersüße Bilder!